Sonntag, 30. Oktober 2016

Ein Herbsttag aus dem Bilderbuch

So ein schöner Sonnensonntag war das heute, und das Ende Oktober. Er legt wohl tatsächlich viel Wert auf sein Gold.








Dienstag, 25. Oktober 2016

Advent, Advent...

... ein Lichtlein brennt. Oder vierundzwanzig. Nacheinander, Tag für Tag.

Wenn ich an die Adventszeit meiner Kindheit zurück denke, kommt mir gleich der Geschmack kleiner, usseliger Schokoladentäfelchen aus diesen unhandlichen Plastikformen mit Papptür in den Sinn. Bei jeder Oma, Tante und natürlich zu Hause konnte ich mich jeden Tag auf diese Türchensuche stürzen, voller Vorfreude auf Weihnachten, so wie es eben sein muss.
Seit ich selbst eine liebende Mutter einer Tochter bin und sowas wie Weihnachtszauber in der  Adventszeit ins Haus zu bringen versuche, bricht bei mir gegen Ende November alljährlich der Adventskalenderwahnsinn aus. Ich nähe/werkel in einer NachtundNebelaktion vierundzwanzig kleine Säckchen, Hüllen, oder ähnliches und stopfe allerhand Kleinkram rein, was man eben als Kind im jeweiligen Alter so brauchen kann.
Was man allerdings nie genug haben kann und was es auch nicht zu kaufen gibt, ist Zeit und Gemütlichkeit. Dafür ist jeder für sich selbst zuständig oder als Kind ist man nunmal vom Zurückschalten seiner Eltern anhängig. Alle Welt verlangt der Adventszeit so viel Zeit und Gemütlichkeit miteinander ab, aber wie es in Wirklichkeit aussieht, davon kann wohl jeder ein (Weihnachts-) Liedchen singen.

Im letzten Herbst ziemlich pünktlich zum Advent kam mir nach einer sehr erfolgreichen Walnussernte die Idee, die Schalenhälften weiter zu verwenden, anstatt sie gleich zu verfeuern.
Entstanden sind klitzekleine schwimmende Kerzen, die nun nach knapp einem Jahr frisch gefertigt als
"Der schwimmende Adventskalender" im Dawandashop zu finden sind.


Vierundzwanzig Kerzen, eine für jeden Tag im Advent. Für ein bisschen Zeit und Gemütlichkeit. Bestenfalls mit Kakao und Keksen.








Montag, 24. Oktober 2016

Mangold-Quiche. Ein Muss im Herbst!

Bei einer der letzten Streifzüge durch den herbstlichen Garten, kamen mir einige Blätter Mangold ins Messer. Mangold wächst gefühlt übers ganze Jahr im Garten vor sich hin, mal mehr mal weniger. Aber wenn es gerade so für eine Schüssel reicht, ist es gerade genug für einen Teil der Mahlzeit für eine Familie. Mangold hat ja den großen Nachteil, dass er beim Erhitzen auf einen Bruchteil seines ursprünglichen Volumens einschrumpft und sich im Topf zu einem Hauch von Nichts verwandelt. Aber ein äußerst leckerer Hauch von Nichts, Mangold-Quiche. Vegetarisch natürlich. :)


Rezept 
Vegetarische Mangold-Quiche

Für den Mürbeteig:
100 g helles Dinkelmehl (630)
100 g dunkles Dinkelmehl (1050)
100 g Butter oder Margarine
1 Ei
1 Prise Salz

Alle Zutaten werden zu einem kugeligen Mürbeteig verrührt und für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen gelassen.



Für die Füllung:
Mangold (eine große Schüssel voll)
2 Eier
200 g Schmand oder Creme fraîche
200 g geriebener Käse 
1 mittelgroße rote Zwiebel
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Den Mangold waschen und in Stücke schneiden, dünsten (bei Zugabe von etwas Zucker und Milch wird er ganz sicher nicht bitter). 
Die Zwiebel kleinschneiden, nach Belieben in Ringe oder Würfel, und anbraten.
In einer Schüssel Schmand (oder Creme fraîche) mit den Eiern, 100 g Käse und den Gewürzen verrühren und den Mangold und die Zwiebel (nach leichter Abkühlung) hinzugeben und unterrühren.

Der Teig wird nun in einer eingefetteten Quicheform ausgebreitet und mit einer Gabel ein wenig eingepiekst. Die Mangoldmasse wird darauf verteilt, die übrigen 100 g Käse kommen für eine knusprige Haube als Feinschliff auf die Mangoldmasse obendrauf.
Ab in den vorgeheizten Ofen damit und bei 180 °C für 40 Minuten bei Umluft backen. 
Das ist wahrlich keine Zauberei, aber es schmeckt ungefähr so. 
Guten Appetit! 



Donnerstag, 20. Oktober 2016

Gut geKLEIDet... #1

Seit einigen Jahren trage ich so gut wie täglich ein Kleid. Außer wenn Gartenarbeit oder ähnliches auf dem Plan stehen, darf es auch eine gemütliche Hose, meist eine Leggin, mit weitem Pulli oder Shirt sein.
Wie gut, dass ich nähen kann und inzwischen weiß, was mir gefällt und in welcher Hülle ich mich wohl fühle. So kann ich nämlich nach Lust und Laune und natürlich je nach Stoffaufkommen meine Klamotten selbst nähen. "Wer nähen kann, ist klar im Vorteil!"...sag ich doch. :)
In den nächsten Wochen und Monaten werden hier im Blog anlässlich von Rums etliche Kleider landen, viele sind schon vor einiger Zeit entstanden, viele stehen auf meiner ToDoListe und warten nur noch auf ihre Umsetzung.
Alle sind nach meinen eigenen Vorstellungen und Schnitten entstanden, denn mein Körper besitzt eine völlig eigenwillig Dynamik, ich möchte und kann ihn nicht in irgendwas reinfummeln, was mich nicht glücklich macht. So habe ich vor Ewigkeiten begonnen an MEINEM Schnitt rumzuschrauben, oder besser MEINEN, denn inzwischen habe ich zwei (!) :) Modelle entwickelt, die alle Kriterien erfüllen, die eine Klamotte für mich haben muss. Gut eingepackt, tagesformentsprechend und gut sitzend sind die wichtigsten. Und so bleibe ich dabei... Das Leben ist einfach zu kurz, um nicht täglich ein Kleid zu tragen.



Hier habe ich den Lillestoff "Agnes" aus der Feder von Pamela, enemenemeins für die Rums-Gesellschaft vernäht und dieses Kleid ist zur Zeit mein liebstes. <3



Montag, 17. Oktober 2016

Vogelfutter selbstgemacht

Ich habe es im Gefühl, dass der kommende Winter ein ordentlicher wird. Oder eher, ich hoffe es so sehr, sodass ich einfach inzwischen davon überzeugt bin. Und ich möchte nicht enttäuscht werden, nach dieser ganzen Wintermisere der letzten Jahre, ist es nun an der Zeit sich über weiße Weihnachten, Sylvesterfreuden mit Eiszapfen und ausgiebige Schneespaziergänge und Schlittenfahrten freuen zu können. *träum*


Damit unsere kleinen gefiederten und singenden Freunde im Garten nicht unter unserem Spaß leiden werden, habe ich bereits vorgesorgt und ihnen ein leckeres Mahl zubereitet. Vogelfutter aus selbstgeernteteten Kernen, Hafer- und Kokosflocken und Fett.


Ich, vegetarisches Wesen, habe Kokosfett und Margarine verwendet, somit ist ein veganes Vogelfutter entstanden, ihr könnt stattdessen natürlich auch Rindertalg nehmen.

Vogelfutter 

2 Hände voll Kerne und/oder Flocken 
(nach Belieben, unbedingt ungesalzen!)
250 g Kokosfett oder Rindertalg
2 EL Margarine

Muffinförmchen (Silikon)
Schnüre oder Bänder zum Aufhängen


Das Fett und die Margarine werden bei niedriger Temperatur geschmolzen. Wenn alles flüssig ist, nehmt den Topf von der Herdplatte und fügt die festen Bestandteile hinzu. Verrührt nun alles zu einem festen Matschebrei. Dieser wird nun vorsichtig in die Förmchen eingefüllt und für einige Zeit kalt gestellt. Bedenkt die Aufhängungsmöglichkeiten VOR der Aushärtung! Wer keine Förmchen hat, die ein Loch haben, der muss vorher die Aufhängeschnur in den Brei eindrücken.
Dank des Silikons ließen sich die kleinen Gugl sehr einfach und vor allem unbeschadet lösen, ich wüsste nicht, welche Alternative ich euch hierzu empfehlen könnte.
Das Vogelfutter lagert nun gut verschlossen im Kühlschrank und wartet sehnsüchtig auf seinen Einsatz, gerne zum 1. Advent. :)

Viel Spaß beim Nachmachen und guten Hunger an die Vögelein!











Mittwoch, 12. Oktober 2016

12 von 12 im Oktober

Nein, es sind heute keine 12 Fotos, sondern 13 geworden. Mir war danach.
Bitte entschuldigt diese krisseligen Handyfotos, was will ich auch von einem 3jährigen Apfeltelefon erwarten, ich brauche wohl ein neues. (#geplanteobsoleszenzisteinarsch)


Erst mal Kaffee mit dem Kater. Das Konrädchen hält sich bei dieser plötzlichen Kälte auch lieber auf dem Sofa, als draußen rumstreunend auf. Aber bitte gerne doch.


Und so dauert es nicht lange, bis das Ferienkind wohlgelaunt in den Tag startet und sich zu uns gesellt. Bei diesem Anblick steigt die Laune und eigentlich kann der Tag so doch nur auf unserer Seite sein.


Dann gibt es Frühstück. In aller Gemütlichkeit und ohne: "Los! Beeilung! Waschen! Zähneputzen! Anziehen! Wo ist die Brille? Hast du alles? Hopp, hopp, wir sind spät dran!"
Ferien sind toll. Und die allerersten "richtigen" sind ganz besonders toll.


Kleider wollen aber auch in den Ferien gebügelt werden. Also stehe ich für eine kurze Weile am Bügelbrett. Aber wirklich nur ganz kurz.


In der Zwischenzeit betätigt sich das Kind kreativ und bastelt ein Einhorn. Ein in Echt fliegendes.


Später sehe ich, dass dieses Ding da derweil auch um einige Zentimeter Haare ärmer geworden ist. Beine, Arme und Brüste sind noch dran. Schade.


Ich koche Apfelkompott und hoffe, dass es mir dieses Mal nicht wieder umkippt. Ich weiß nicht, was ich neuerdings falsch mache, aber die letzten Gläser sind mir beinahe beim Öffnen in den Händen explodiert und hätten ein perfekter Schnapsersatz sein können.


Während das Mittagessen im Ofen sich um sich selbst kümmert, erledige ich ein paar wichtige Telefonate und ärgere mich zum 1000sten Mal, dass unsere Leitung nicht besonders stabil ist, (ist ja auch erst 2016). Telefonkritzeleien gegen Aggressionen. Check.


Mittagessen ist fertig. Heute mal ohne Schnickschnack. Dafür mit viel Herz. Mir war danach.



Zwischen Mittagessen und dringendem Einkauf wartete noch ein bisschen Arbeit auf uns. Dazu gibt es hier bald mehr.


Also, dann Einkauf. Heimfahren, abladen, wegräumen.


Diesen Damen stattete ich anschließend einen Besuch ab. Der Schock steht manchen immer noch ins Gesicht geschrieben, am meisten aber dem kleinen Wölkchen, hier nicht auf dem Bild. Sie rappelt sich mühsam durch den Tag und trotzdem bilde ich mir ein, ein bisschen Lebensmut ihrerseits erkennen zu können. Ich hoffe, das bleibt so und sie kommt wieder auf die Hühnerbeinchen.


Da meine Telefonate von heute Mittag nicht den erwünschten Erfolg gebracht haben, gibt es nochmal eine Runde Telefon (natürlich wieder mit Leitungsabstürzen), dazu Kaffee. Und Kekskrümmel auf der Tastatur. Ähem.

Jetzt noch eine Runde Nähkurs, dann Feierabend. :)
Vielen Dank für euren Besuch! Und schaut mal bei  Frau Kännchen vorbei, dort werden alle 12 von 12 Beiträge gesammelt.

Montag, 10. Oktober 2016

Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

An dieser Stelle erwarte ich nun heftiges Genicke.


Es ist eindeutig von Vorteil, wenn man mit seinen Händen Dinge zu tun weiß, auch jenseits von Schnürsenkelbinden, winken und Augenreiberei. Und es ist tatsächlich auch egal, welche Tätigkeit es letztendlich ist. Hauptsache, es macht glücklich.
Dieser Satz da oben schwirrt mir seit Jahren im Kopf rum und manchmal, gerne auch während der Nähkurse, kommt er mir ganz laut vor. Ich sehe, wie erleuchtend es sein kann, etwas mit seinen Händen zu erschaffen, was gebraucht wird. Sei es das superschnelle Geburtstagsgeschenk, die gekürzten Hosenbeine, die 100ste unbedingt & dringend benötigte Einkaufstasche, oder ein ganz besonderes Lieblingsstück, entstanden aus eigener Idee oder mithilfe einer Vorgabe, an die man sich doch eigentlich nicht rangetraut hatte.
Und weil mich das Ganze so glücklich stimmt, habe ich das kleine Sätzelein auf eine Postkarte gebannt, für alle Nähverrückten da draußen und die, die es noch werden wollen.

Ihr findet die Postkarte hier im Dawandashop.

Schönen Montag euch allen!















Sonntag, 9. Oktober 2016

Der Fuchs...

... ist ein mieses Stück.


Machs gut, liebes Schneeflöckchen. Dein Platz im Kirschbaum neben Weißröckchen bleibt nun leer und auf dein tägliches cremeweißes Ei müssen wir schweren Herzens auch verzichten.


Machs gut, liebes Zaunhühnchen. Dein Platz auf dem Zaun vor dem Haus bleibt nun auch leer und der Hund wird sich weniger aufregen müssen. Ich werde deinen neugierigen Schnabel und dein hübsch gesprenkeltes Federkleid vermissen.


Und für unser Wölkchen könnte ich ein paar gedrückte Daumen brauchen. Sie steht immer noch unter Schock und deswegen auch noch nicht wieder fest auf ihren Beinen. Dank unseres besonderen Startes im August pflegen Wölkchen und ich immer noch eine besondere Beziehung. Sie ist eben die kleinste und zarteste der Hühnergang und jetzt eben auch noch geschockt und aus der mühsam erarbeiteten Bahn gekickt. Auf die Fensterbank des Nähzimmers wird sie wohl so schnell auch nicht mehr fliegenflatternspringen und mir beim arbeiten zusehen können.
Ich bleibe dabei, der Fuchs ist ein Arsch. Ein ganz großer.
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