Freitag, 12. Februar 2016

12 von 12 im Februar

"Heute habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr die Vögel zwitschern gehört, als ich die Hühner rausgelassen habe." Mit diesen Worten weckte mich der Ehegatte heute Morgen.
Das nenne ich mal einen gelungenen Start in den 12. Februar und für mich in ein neues Bloggerjahr. Das Fünfte um genau zu sein, welches ich hier ziemlich still angehen gelassen habe. Wie ich in jedem Winter feststelle, so überkam mich auch im Januar 2016 wieder die tiefe Sehnsucht, mich bittebittebitte in einen mindestens 12 wöchigen Winterschlaf versetzen zu lassen. Ich kann dieser schwarzgrauen Suppe und den ozeanischen Wassermassen, die in den letzten Wochen auf uns einstürzten, und der nicht endenwollenden Erkältungswelle wirklich nullkommagarnix abgewinnen. Aber sowas von null. Da macht unsere neue Mitbewohnerin, Hundedame Lani, auch nichts dran. Trotz dass ich dank Hund nun mehrmals täglich gezwungen bin, Runde für Runde zu drehen, und das eben auch bei Wind und Wetter, wäre mir hierfür ein laues Lüftchen und wärmender Sonnenschein einfach lieber. Es bleibt dabei, ich bin erst ab Mitte März wieder voll einsatzbereit.
Allerdings habe ich eben heute sowas wie neuen Antrieb verspürt, mit Vogelgezwitscher in den Ohren, statt Migräne im Kopf. Dieser Zustand hält heute schon sieben Tage an, das ist sowas von großartig, ich kann es selber kaum glauben. Diese Schmerzfreiheit ließ mich heute einen stinknormalen, vollgepackten Tag erledigen. So was macht auch glücklich. Unterm Strich.

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Erstmal Frühstück...


...und dann wird sich um die Schönheit gekümmert. Das Kind hat so wunderbar weiches Haar, ich bin nach der Flechterei immer dazu geneigt, diese zarten Zöpfchen mit Haarspray zu konservieren. Ich lasse es, und erfreue mich all nachmittäglich an einer völlig ramponierten, zerspielten Frisur. Neuer Tag, neue Frisur.


So, das ist Lani. Unser rumänischer Bärwolf. Sie ist ganz entzückend, die ersten zwei Wochen waren jedoch sowas von fürchterlich, so dass ich mehrmals an meinem Verstand zweifelte. Ich denke, ich schreibe ihre Reisegeschichte mal auf. Nach Kater Konrad haben wir nach katastrophalen Anfangszeiten auch mit Lani eine freundliche, liebenswerte Seele mehr im Haus.
Dieses Foto ist während der morgendlichen Hunderunde entstanden. Im Sonnenschein,...


...an einer moosbehangenen Mauer vorbei. Unterwegs sieht man die tollsten Gebilde. Man muss nur unterwegs sein und genau hinsehen.


Die Hunderunde fiel heute Morgen eher kürzlich aus, auf mich wartete ein Frühstücksdate mit einem Teil meiner Lieblingsfrühstückmädels im Lieblingscafé der Lieblingscafédame, für die ich ein Sträußchen Narzissen im Garten pflückte. Vor Wochen habe ich den Osterglocken kalte Füße und vereiste Köpfe angedroht, aber sie wachsen und wachsen unaufhaltsam aus der Erde. Ich denke, Ostern muss sich in diesem Jahr echt beeilen.


Lecker. Wenn ihr mal in Trier unterwegs seid, müsst ihr unbedingt im Café Momo eure Nahrungsaufnahme stattfinden lassen. Morgens, mittags oder abends, das ist völlig Jacke, es ist immer saulecker. Bestellt beim Frühstück ein Rührei mit Kräutern, Feta und Tomate. Nur so als Tipp am Rande. 


Auch der schönste Morgen ist irgendwann vorbei...


...und endet mit einem Ausblick ins Heimattal, welches mit Saarwasser ziemlich voll gefüllt ist. Die dreckige Frontscheibe meines Autos lässt es nur erahnen, aber im Sommer blitzen da unten eher die dicken Steine vom Grund durch und die Baumstämme am linken Uferrand haben keine nassen Füße.


Nächster Tagespunkt: Physiotherapie im schweinchenrosafarbenem Therapieraum. Jedem Kopfschmerzgeplagtem kann ich Craniosacrale Therapie wärmstens empfehlen. Es fühlt sich gut und zart an, so freue ich mich auch auf dieses wöchentliche Date. Das ist fast so gut wie frühstücken.


Anschließend erzählen uns die Erzieherinnen im Kindergarten beim Elterngespräch, dass wir ein phantasievolles, empathisches Träumekind (mit ausgeprägtem Eigensinn und Hang zur Dramaturgie) haben. Ich finde, das sind nicht unbedingt die schlechtes Vorraussetzungen für ein gutes Leben.
Mit den dreckigen Schuhen und einem geschenkten, alten Stuhl machen wir uns auf den Weg zum Einkauf.


Auf der Rückreise bietet sich uns dieser Anblick und ich frage mich, ob der Jägersmann zu viel gefuttert hatte oder das Wildschwein oder der Sturm von Anfang der Woche zu stark waren.



Nach dem Abendmahl machen Lani und ich uns auf die letzte Runde. Es ist noch nicht ganz dunkel, obwohl es nach 18.00 Uhr ist. Es geht spürbar bergauf!


Tja, und sonst so?
Und sonst so schmiede ich eifrige Pläne für das anstehende Gartenjahr, welches bei uns eigentlich kein Gartenjahr mehr ist, sondern sich so langsam zu einem Kreislauf mausert. Wir haben über den Winter so manches Grünzeug aus dem Garten frisch geerntet und erfolgreich auf den Teller gebracht. Welch eine Freude, zum Beispiel frischen Feldsalat im Hochbeet im Januar wachsen zu sehen und ihn nach kurzer Zeit zu verputzen.

Und sonst so wird auch in der Werkelstätte Extrawurst wieder fleißig gewerkelt und genäht. Der Umzug im letzten Jahr erwies sich als gute Entscheidung. Kreativität und Geselligkeit brauchen nur einen Raum, wo und welcher ist völlig egal, die Füllung macht es aus.

Ich danke euch von Herzen für euren Besuch und wer noch mehr 12 von 12 Berichten sehen möchte, klicke sich rüber zu Caro Kännchen. Vielen Dank fürs Sammeln!









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