Montag, 31. August 2015

Von den Kinderschuhen zum Ebook. {Probenähen}

Einige Monate sind jetzt verstrichen, seitdem ich an der ersten Umsetzung der kleinen Treterchen rumschraubte. Hier und hier könnt ihr von den Schuhen in den Kinderschuhen nachlesen. :)
Nun ist es tatsächlich so, dass ich die Anleitung und die Schnitte so weit fertig habe, dass ich beides ins Probenähen schicken kann. Gut Ding braucht eben Weile, das ist nunmal so.


   Wer also...
... Lust hat, das Ebook (vorerst in den Größen 18/19 - 34/35) auf Herz und Nieren zu testen,
... Zeit hat, bis zum 14. September des Öfteren an der Nähmaschine zu sitzen,
... sich an das Nähen von Leder, Wollfilz und Jersey herantraut,
... mir zwischendurch immer mal wieder Rückmeldung zu Anleitung, Schnitt und Nähvergnügen   
    geben kann,
... einen oder mehrere kleine Menschen mit entsprechender/ entsprechenden Schuhgröße(n) zum
    Probetragen und -laufen hat,
... in der Lage ist, ansehnliche Fotos zu schießen und mir diese im Rahmen des Ebooks zur 
    Verfügung stellt und mit deren Veröffentlichung einverstanden ist,
... sich bewusst ist, dass beim Probenähen auch manches Teil unbrauchbar in der Tonne landen kann,
... und zudem freundlich, freudig, konstruktiv mitarbeiten möchte,
    melde sich gerne bis zum kommenden Freitag, 4.September, hier per Kommentar oder per Email 
    (werkelstaette.extrawurst(ät)gmx(punkt)de, bitte mit der Angabe der Größe die zur Benähung zur
    Verfügung steht und einer Verlinkung zu eurer Seite, falls vorhanden.
   An all diejenigen, die sich im Laufe der letzten Monate bereits zum Probenähen angemeldet
   hatten... Bitte seid so gut und gebt mir nochmal Bescheid, es kann ja sein, dass die Füße
   zwischenzeitlich gewachsen, oder noch ein neues Paar hinzukommen sind. :)



  Am kommenden Sonntag gebe ich hier bekannt, wer dabei ist! Ich freue mich auf euch!

Samstag, 29. August 2015

#bloggerfuerfluechtlinge

Seit Tagen denke ich meine Gedanken rauf und runter, hin und her, und weiß immer noch nicht, welche Formulierungen die passenden zu den Eindrücken sind, die mir eben seit einigen Tagen online oder im echten Leben über den Weg laufen. 
Und je mehr ich versuche, Sätze zu formen, muss ich feststellen, dass das alles nicht einfach ist. Statt dessen habe ich beschlossen, einfach zu machen. Ich werde nächste Woche wieder Kleidung und Hygieneartikel zur Afa nach Trier bringen, so wie ich es vor zwei Wochen schon getan habe. Ich werde wieder heulend nach Hause fahren, berührt von so Vielem. Ich werde weiterhin den Menschen zuhören und deren Texte lesen, die ein Zeichen gegen Rassismus setzen.




Und ich werde mich immer wieder über die vielen vielen Meschen freuen, die an das Gute glauben und das Gute leben. Und allen anderen wünsche ich aus tiefstem Herzen eines Tages genau das empfinden zu können.


Informationen über die vielen Hilfsaktionen für Geflüchtete 
in und um Trier findet ihr auf folgenden Seiten:

Donnerstag, 27. August 2015

Es herbstelt. Ich brauche ein neues Kleid.

Irgendwie war mir in den letzten Tagen ziemlich herbstlich ums Herz zumute. Der Garten wirft ein Gemüsestück nach dem anderen uns zum Ernten zu, die Kartoffeln sind ausgebuddelt und die Tage beginnen vermehrt mit dicken Nebelschwaden. Dazu passend wartete ein Stoff schon seit einiger Zeit im Regal auf seinen Einsatz.
Dieses üppige Geblümel und die schönen, warmen Farben haben mir es ziemlich angetan, nur über den Schnitt habe ich mir den Kopf zerbrochen. Ein einfaches Kleid, mit einem Hüftband geschmückt, schwebte mir vor. Eigentlich hätte ich mich auf die Suche nach einem deratigen Schnitt in die Weiten des Internets begeben können, aber das ist, wenn man einen üppigen Körper einzupacken hat, bekanntermaßen nicht in Kürze zu erledigen. Also fiel die Wahl wieder mal auf  ONION 2031, denn dass ich diesen Schnitt sehr mag, war mir seit meiner standesamtlichen Hochzeit im Dezember 2013 und der kirchlichen im September 2014 klar. An beiden Tagen begleiteten mich Kleider, die ich nach diesem Schnitt genäht hatte.



Wie auch diese beiden zuvor, habe ich auch dieses Kleid etwas nach meinem Geschmack abgewandelt. Die Arme wurden verlängert und den Halsausschnitt habe ich nur mit einem Gummizug versehen. Und was soll ich sagen... Ich denke, das kann ich als mein neues Lieblingskleid zum heutigen Rums durchgehen lassen. Jawohl.

Donnerstag, 13. August 2015

Wie eine Nach-dem-Urlaub-Überraschung zum Rums wurde

Hier war es ganz schön ruhig in den letzten Wochen. Das lag einfach daran, dass wir uns Ende Juli aus dem Staub in den Urlaub gemacht haben. Der Plan war, wir lassen uns eine Woche lang die Sonne auf den Pelz scheinen, springen zwischendurch in den See direkt vor der Tür und kommen anschließend gut erholt wieder nach Hause. Gut erholt sind wir tatsächlich wieder nach Hause gekommen, nur die Sache mit der Sonne und dem See hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt. Danke dafür nochmal, lieber Regen & Sturm.
Der Urlaub war dennoch toll, mehr darüber gibt es in den nächsten Tagen.
Was hat aber der Urlaub mit dem heutigen Rums zu tun? Also das war so...
Als wir nach etlichen Stunden Fahrt durch etliche Kilometer Baustelle einmal schrägquer durch Deutschland zu Hause ankamen, fand ich ein ziemlich großes Paket auf dem Küchentisch vor. Die Absenderin kam mir völlig unbekannt vor, bis Weihnachten ist es noch ein bisschen hin und bestellt hatte ich auch nix. Ui, spannend. Ich öffnete es und war wirklich überrascht, denn es war voll mit Spitzendeckchen, alten Stoffresten und anderem Schnickschnack nach absolut meinem Geschmack. Und einer Karte, die mir den Grund des Päckchens verriet.
Liebe M., ich bin immer noch völlig entzückt, dass du mir einfach so diese große Freude gemacht hast. Wir kennen uns nicht, du besuchst "nur" meinen Blog hier. Tja, was soll ich sagen. Dein Paket war das iTüpfelchen unseres Urlaubs. Hab herzlichen Dank dafür!
Den allerersten Blickfang der Sammlung musste ich sofort verarbeiten. Da führte kein Weg dran vorbei. Ihr versteht das...:)


Ich muss zugeben, dass ich zu dieser Spezies gehöre, die sich abends im Bett gerne "noch eine Folge von... (hier kann jede beliebige Serie eingesetzt werden)" reinziehe. Mein Termin findet allabendlich  in Hengasch statt. Ähm ja. Jedem Tierchen sein Pläsierchen, nicht wahr? :)


Allerdings eine Dreiviertelstunde allabendlich das Smartphone so zu positionieren, ohne anschließend an eingeschlafenen Händen oder Nackensteifheit zu leiden und zudem noch was auf dem doch nicht mit einem Flachbildschirm vergleichbaren Display zu erkennen, ist gar nicht so einfach. Davon konnte ich ein Liedchen singen, glaubts mir. Aus diesen Gründen habe ich mir vollkommen eigennützig (Kind schläft bestenfalls, Ehegatte glotzt im Wohnzimmer Fußball. Oder Fußball. Oder Fußball.) aus der o.g. Schatzkiste diesen wunderschönen Stoffschatz geangelt und mir ein Smartphonekissen zusammengewurschelt. Der Schnitt ist eine Eigenkonstruktion.


Für die Rückseite habe ich das obertolle SnapPap verwendet. Durch die sehr feste Qualität bietet es einen ordentliche Stand und dank der Dinkelkörner, mit denen ich das Kissen gefüttert habe, liegt das Smartphone schön weich und sicher und lässt sich je nach Bedarf neu ausrichten. Und weil das Konstrukt wirklich sehr stabil ist, lässt sich auch ein Buch darauf ablegen.
Ich mag mein Smartphonekissen sehr, es hat nun seinen Ehrenprotzplatz auf meiner Nachttischkiste, gleich neben meinem Traumauto.

Mittwoch, 12. August 2015

12 von 12 im August



Der Tag begrüßt uns mit einer schönen Aussicht. Nach ganz da oben in den Wald werden wir uns gleich nach dem Frühstück aufmachen, heute ist der letzte Waldtag für mein kleinesgroßes Waldkind.


Zum Frühstsück gesellt sich das Konrädchen zu uns und holt sich noch seine obligatorische Krauleinheit ab.


Das Kind weilt also inzwischen im Walde und ich sitze noch einen Moment auf der Terrasse unterm Sonnensegel, trinke meine zweite Tasse Kaffee und schmiede Pläne,...


 ...die ich gleich sofort im Büchlein notiere. Ich kenne ja mein Löcherhirn.


Eigentlich sollte jetzt ein schwarzes Bild folgen, wenn ich meinen Gemütszustand der dann folgenden Stunde beschreiben wöllte...


Statt dessen stelle ich frisch gekochten Holundersirup auf den Tisch und freue mich jetzt, einige Stunden später, darüber, dass ich die völlig versaute Küche tatsächlich wieder von der klebrigen Holunderpampe, die mir in einem unbeachteten Moment überkochte und den Herd, Boden und Arbeitsplatte flutete, befreien konnte und dass nicht, wie angenommen, unsere Kellerstromleitungen kaputt sind. Die Sicherung war raus. Wie ich heute Mittag auf Instagram erwähnte: Am Ende wird alles gut. Hurra.


Eigentlich wäre es nach dieser scheinbaren Katastrophe Zeit für einen Schnapps gewesen, ich zog es vor, das Waldkind im Wald abzuholen und mir die kleinen Abschiedsgeschenke präsentieren zu lassen.


Dafür ein bisschen Seelenfutter. Kartoffel- und Bohnensalat mit Brot. Lecker. Vor allem, weil Kartoffeln und Bohnen aus eigenem Anbau stammen. Ich möchte mich da rein legen. Lasse es aber.


Diesen Knauf hatte ich heute mehrmals in der Hand. Dabei fiel mir auf, wie hübsch er doch ist. Und ich frage mich, wieviele Hände da in weit über 50 Jahren wohl schon rangepatscht haben.


Irgendwann landen wir auf der Terrasse. Dazu gesellen sich unsere neuen Nachbarn und wir futtern gemeinsam Kuchen. Die Kinder spielen anschließend im Garten unbeschwert, bis...


 ...sich ihnen dieser Anblick bietet. Ähm ja. Eine Bremse verschnabuliert genüsslich eine Fliege an der Spielhaustür. Ich mag beide nicht sonderlich und wünsche mir, sie würden sich gegenseitig verspeisen. Just in dem Moment, als ich ihnen das kundtun wollte, flog die Bremse mit der Fliege zwischen den Zähnchen auf und davon. Auch gut.


Kurz vor Feierabend schaue ich noch bei den Hühnern vorbei, wünsche eine geruhsame Nacht und sammle die Eier ins Körbchen. Und eine "Glücksfeder", wie das Kind meint.


Der Himmel schickt uns noch kleine Schäfchen vorbei, ich lege die Beine hoch und bedanke mich für euren Besuch. Mehr 12 von 12 Berichte findet ihr bei Caro Kännchen. Vielen Dank fürs Sammeln!
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