Dienstag, 23. Juni 2015

Meine selbstgenähten Espadrilles (Prymcontest)

Über das fehlende Sommerwetterchen wurde in den letzten Tagen sicherlich genug gesagt und geschrieben, leider gibt es nichts daran zu rütteln. Tatsache ist, der Sommer fehlt. Und genau das fällt mir gerade noch deutlicher auf, wenn ich zu meinen Füßen runter blicke. Da sind nämlich Stiefel zu sehen. Und das im Juni. Tja.
Dennoch gebe ich die Hoffnung auf heiße, äh... angenehm warme Sommertemperaturen nicht auf. Hier stehen nämlich meine neuen Schuhe in den Startlöchern, mit scharrenden Hufen sozusagen.


Ich durfte den DIY Trend diesen "Sommers" als eine der fünfzig Teilnehmer des Prymcontests aus einem riesigen Materialpaket, welches allen Teilnehmern von Prym*, Swafing*, farbenmix* und Handmadekultur* zur Verfügung gestellt wurden, anfertigen. Und plötzlich bin ich also stolze Besitzerin meines ersten Paares Espadrilles.
(*Werbung)


Also so plötzlich war es dann doch nicht. Das besagte Paket war nämlich so pickepacke voll, dass eine Auswahl der Materialien alles andere als einfach war. Klar, die Sohlen und das dazu gehörige Schnittmuster bildeten die Grundlage des Schuhwerkes, aber dann folgte die geballte Ladung "good stuff". :)


Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, was dieser Anblick für mich bedeutete. Ich saß erst mal gefühlt stundenlang vor diesem Berg und überlegte und überlegte und überlegte. Und überlegte mir einen Plan, mit dessen Umsetzung ich dann auch ziemlich zügig begann. Na ja. Ich hatte mich verplant und so wurde dieser Plan wegen Nichtgefallen über Bord geworfen. Und so überlegte ich erneut. Und überlegte und überlegte. Bis ich schließlich an einem Sonntagnachmittag im Garten eine spontane Eingebung hatte, wie meine Espadrilles aussehen sollten. Ich machte mich wieder gleich ans Tüfteln und diesmal nutzte ich den mitgelieferten Schnitt und wandelte ihn ein wenig um. Zehenfreiheit soll ja auch ganz angenehm sein. Und hierfür kamen mir wiederum die vielen Meter Webband zu Gute.


So schloss sich der Kreis und fertig waren diese Espadrilles mit einer angedeuteten Schleife, ja das fand ich auf Anhieb gut. Ich schnitt zusätzlich von einigen der Bänder ein Stück ab und dadurch, dass die Enden mit Druckknöpfen versehen sind, kann ich zukünftig nach Lust und Laune meinen neuen Schuhen einen anderen Look verpassen. Ich mag solche Spielerein sehr. :)


(Hier hat sich übrigens ein klitzekleiner Fehler eingeschlichen. Wer erkennt ihn?) Sowas passiert logischerweise immer auf den letzten Metern, ihr kennt das sicher. :)
Außerdem haben sich die "Männer am laufenden Band" zu dem Bändersammelsurium dazu gesellt. Ich kann mir vorstellen, dass diese Bandschlaufen auch sehr schöne Armbänder abgeben würden. Schnell gemacht sind sie allemal.

So, mir bleibt jetzt nur noch die Warterei auf den Sommer, damit ich endlich meine neuen Espadrilles ausführen kann. Und ein ganz großes DANKE sage ich den lieben Menschen von Prym, Swafing, farbenmix und Handmadekultur. Es war mir eine riesige Freude bei dieser Veranstaltung dabei sein zu dürfen! Vielen, vielen Dank dafür!
Über eure Daumen würde ich mich sehr freuen, denn zum Abschluss gibt es ziemlich tolle Preise zu gewinnen, welche das sind, könnt ihr euch hier anschauen.








Donnerstag, 18. Juni 2015

Eine Dame ohne Fächer? Nicht mit mir. (Rums)

So richtig knalle heiß war es in diesem Jahr ja noch nicht sehr oft. Zu meiner Freude muss ich sagen. Wenn ich dem Wetterfrosch Vorschriften machen dürfte, wäre eine der Regeln auf jeden Fall die, dass ab 30 C° die Kletterei streng verboten wäre. Ab diesen Temperaturen kann ich nicht mehr denken, nicht mehr sein. So ungefähr fühlt sich das an. Und weil ich weder dem Wetterfrosch noch jeglichen Hitzewellen irgendwelche Vorschriften machen kann, muss frau sich eben anders behelfen. Mit einem Fächer zum Beispiel. Bereits 2012 entstanden die ersten Exemplare. Und soll ich euch was verraten? Die Idee stammte nicht von mir, sondern vom werten Ehegatten. Ich weiß, warum ich ihn mir ausgesucht habe. Und ich meine jetzt NICHT die ebenfalls bei ihm vorhandene Hitzempfindlichkeit. :)
Um für jegliche heiße Eventualitäten ausgestattet zu sein, habe ich einen meiner tatsächlich gehüteten Stoffschätze verarbeitet. Ich hüte selten, muss ich sagen. Ich horte, ja. Aber das liegt eher in der Sucht begründet, schöne Stoffe besitzen zu müssen. Von den wirklichen Schätzen würde ich eigentlich immer umgeben sein, und da kommt mir der Fächer aus einem hübschen Hamburger Liebe Stoff ganz recht. Der befindet sich ab sofort immer in Reichweite und ich muss nicht mehr schmachtend vorm Stoffregal rumstehen. :)



Habt einen schönen Rumstag!

Ebook: "Fescher Fächer" via ebookeria



Mittwoch, 17. Juni 2015

Bald ist Johannis, also ran an den Rhabarber-Zitronenmelisse-Sirup! (Rezept)

Vielleicht wachsen euch so langsam die Rhabarberstangen aus den Ohren und ihr seid deshalb vielleicht auch froh, dass die Rhabarberzeit ganz bald gegessen ist.
Vielleicht ist dem auch nicht so und ihr verspürt jetzt schon den Sehnsuchtsschmerz in der Magengrube, den die lange Warterei, bis das großblättrige, rot-grüne Gestängel euch leuchtend im Garten oder in den Regalen der Gemüseabteilung im nächsten Jahr zuwinkt.
Wenn ihr zu letzterem tendiert, habe ich einen kleinen Anti-Sehnsuchtstrunk für alle Rhabarbersüchtigen im Gepäck.



Letzte Woche stellte ich nämlich fest, dass ich mich dringlichst um den Rhabarber im Garten kümmern muss, nicht, dass mir doch noch schwuppsidiwupps seine Köstlichkeit in diesem Frühjahr durch die Lappen geht. Nein, nein, das durfte nicht sein.



Und so landeten einige Stängel in meinem Erntesieb. Wie gut, dass ich meinen Sirupplan so gut wie in der Tasche hatte und wie gut, dass in unserem Garten Rhabarber und Zitronenmelisse sozusagen Tür an Tür leben und wie gut, dass ich in Sachen Küchenexperiemente eine ordentliche Experiementierfreudigkeit mitbringe.
Durch all diesen glücklichen Zufälle habe ich letzte Woche nämlich einen wirklich leckeren Sommersirup aus diesen beiden Nachbarn kreiert, den ich euch unbedingt empfehlen möchte. Wie gesagt, wenn euch die Stängel noch nicht aus den Ohren wachsen. Falls doch, vielleicht verspürt ihr ja in einigen Wochen doch sowas wie einen Rhabarber-Jeeper. Dann könnt ihr euch nämlich über das Zeuch freuen, denn kühl und dunkel gelagert, hält sich der Rhabarber-Zitronenmelisse-Sirup mehrere Monate.
Und das geht also so:

Rhabarber-Zitronenmelisse-Sirup 
(für ca 1,5-2 Liter)

einige Stängel Rhabarber 
(roter gibt eine besonders schöne Farbe)
ein Sträußchen Zitronenmelisse
 2 Liter Wasser
500 g Zucker
20 g Zitronensäure
Tuch zum Filtern
Flaschen zum Abfüllen

Das Wasser mit dem Zucker und der Zitronensäure als erstes zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit wird der Rhabarber gewaschen und in kleine Stücke geschnitten. Sobald der Zucker sich aufgelöst hat, landet der Rhabarber und die ebenfalls gewaschene und klein gezupfte Zitronenmelisse im Zuckerbad. Das Ganze lässt man einige Minuten köcheln, bis der Rhabarber sich beginnt aufzulösen. Anschließend bleibt der Topf ohne Flamme stehen, bis die Flüssigkeit abgekühlt ist, nun steht der Umzug für ca 1-2 Tage in den Kühlschrank bevor. 



Nach 1-2 Tagen Ruhe im Kühlschrank wird die Flüssigkeit durch ein sauberes Tuch gefiltert und in einem Gefäß aufgefangen. Anschließend muss das Gebräu nur noch in Flaschen abgefüllt werden und fertig ist die Laube, äh Sirup. :) Lasst es euch schmecken!



 




Samstag, 13. Juni 2015

12 von 12 im Juni

Ja, ich bin spät an. Ich danke dem dämlichen Technik-Gott, der mir wieder mal zeigte, wer hier das Sagen hat. Und wer bestimmen darf, welches Foto man als rechtmäßiger Besitzer drehen oder eben nicht drehen darf. *BÄÄÄÄM* Nach Erklärungen suche und suchte ich vergebens, aber wie oftmals im Leben kann es hilfreich sein, eine Nacht drüber zu schlafen und auf Eingebungen zu hoffen.
Tadaaaaaa! Hier sindse, die 12 Fotos von gestern.

 ...im weichen Kissen mit dickem Schädel aufwachen. Der dritte Tag Migräne, olé. Danke Technik-Gott.


 ...Frühstück...


 ...mit Blümchen vom Kinde selbstgepflückt.


 ...nachdem ich das Kind in den Kindergarten gebracht habe, richte ich Kaffee und all das ebenso benötigte Nähzeugs zurecht, denn ich habe in dieser Woche Besuch von einer Dame, die das Nähen lernen möchte.


 ...leider, leider ist heute schon der letzte Tag unserer sehr schönen Einzelintensivkurswoche und ich bin wirklich froh, dass das Medikament der doofen Migräne den Weg nach draußen gezeigt hat. So hatten Koni und ich einen herrlichen und produktiven Vormittag zusammen.
Danke für die schöne Woche!


 ...so entstanden heute eine Mütze für den Sohnemann, als iTüpefelchen der Woche sozusagen, und


 ...ein Reißverschlussregenbogen.



 Die Abschiedsblumen bekamen ein besonders hübsches Plätzchen neben meiner bezaubernden Craftingqueen von Susalabim.

 ...anschließend sammelte ich das Kind ein und wir gurkten mit dem Auto durch heimatliche Gefilde. Das gleicht wie eigentlich jeden Sommer mal wieder einem Abenteuer, denn jedes Jahr aufs Neue lassen sich ganz schlaue Menschen neue Ortsdurchfahrtsvollsperrungen, spannende Umleitungen und andere verkehrsrelevanten Drolligkeiten einfallen. So werden nicht nur die Eingeborenen, nein auch gleich die Touristen, falls sie sich an den eigentlich sehr schönen Fleck der Erde an der Saar verlaufen haben, auf Trapp gehalten. Hier wäre eine Erweiterung "Schnitzeljagd" vielleicht noch benutzerfreundlicher, dann hätten die eventuell anwesenden Touristen wenigstens einen Zettel, oder noch besser eine Karte mit hübschen Fotos, Besichtigungs- und Einkehrempfehlungen und einer Wegeübersicht in der Hand. Aber davon sind die schlauen Leute auf diesem eigentlich sehr schönen Fleck Erde an der Saar ganz schön weit entfert. Orientierungslosigkeit, olé!

 ...zu Hause wieder angekommen,...



 ...wartetete der angesetzte Rhabarber-Zitronenmelisse-Sirup darauf, abgefüllt zu werden. Das Rezept dazu schreibe ich euch nächste Woche auf...


...kurz vor Feierabend kramte ich im Köfferchen die Schlafbrillen hervor und schickte eine auf die Reise, die die neue Besitzerin mit der Aufschrift "Scheiss Kater" beglücken wird.

So, neuer Tag, neues Glück. Und vielleicht neuer Regen, den der Garten und seine Insassen aka Zucchini, Bohnen und die anderen der Gang so dringend benötigen.
Danke für euren Besuch und danke an Caro für die monatliche 12 von 12 Sammlerei.


Montag, 1. Juni 2015

Espadrilles Contest und ich bin dabei!

WERBUNG!
Achtung! Dieser Beitrag enthält Werbung. Ich werde ein Materialpaket von u.g. Firmen kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, sodenn es den Weg zu mir findet ;). 
Meine Meinung bleibt dennoch meine eigene und die ist nicht käuflich.

Zum ersten Mal begegnete die Aktion mir in Köln, als ich die h&h Messe Ende März diesen Jahres besuchte und mir ein Flyer über den Weg lief. "Schnappste mal mit..." dachte ich mir und der Zettel verschwand neben achtzigmillionen anderen Mitbringseln in der Handtasche. Wie das auf Messen eben so ist. Zu Hause fiel mir beim Aufräumen der Handtasche (was nicht soooo häufig vorkommt...;)) der Flyer wieder in die Hände und bevor ich ihn wegglegen konnte, hab ich "einfach mal so" das Formular ausgefüllt und losgeschickt. Ich konnte ja nicht ahnen, dass diese unüberlegte Tat solche tollen Auwirkungen haben könnte...
Ende letzter Woche flatterte jedenfalls eine Email ins Postfach mit der Benachrichtigung, dass ich zu den 50 Glücklichen gehöre, die ausgelost wurden und nun für den Espadrilles Contest, iniziiert von Swafingfarbenmix, Prym und Handmadekultur Sommerschuhe gestalten darf. Ganz herzlichen Dank dafür!


Meine Freude ist echt riesig, seit letztem Wochenende ist auch endlich der extrawurstige Umzug geschafft und so bleibt mir ausreichend Zeit, hier vom Entstehen meiner Espadrilles zu berichten. Das Einzige, was noch fehlt, ist das Materialpaket. Aufgrund diverser Abenteuer und Extrarunden, die manche Pakete drehten, bevor sie bei mir im sichereren Hafen eingetrudelt sind, zittere ich auch dieser Fracht entgegen. Wie das eben so ist, wenn man Hübsches statt Rechnungen erwartet. *g*

Alle Teilnehmer findet ihr hier.

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