Mittwoch, 17. Juni 2015

Bald ist Johannis, also ran an den Rhabarber-Zitronenmelisse-Sirup! (Rezept)

Vielleicht wachsen euch so langsam die Rhabarberstangen aus den Ohren und ihr seid deshalb vielleicht auch froh, dass die Rhabarberzeit ganz bald gegessen ist.
Vielleicht ist dem auch nicht so und ihr verspürt jetzt schon den Sehnsuchtsschmerz in der Magengrube, den die lange Warterei, bis das großblättrige, rot-grüne Gestängel euch leuchtend im Garten oder in den Regalen der Gemüseabteilung im nächsten Jahr zuwinkt.
Wenn ihr zu letzterem tendiert, habe ich einen kleinen Anti-Sehnsuchtstrunk für alle Rhabarbersüchtigen im Gepäck.



Letzte Woche stellte ich nämlich fest, dass ich mich dringlichst um den Rhabarber im Garten kümmern muss, nicht, dass mir doch noch schwuppsidiwupps seine Köstlichkeit in diesem Frühjahr durch die Lappen geht. Nein, nein, das durfte nicht sein.



Und so landeten einige Stängel in meinem Erntesieb. Wie gut, dass ich meinen Sirupplan so gut wie in der Tasche hatte und wie gut, dass in unserem Garten Rhabarber und Zitronenmelisse sozusagen Tür an Tür leben und wie gut, dass ich in Sachen Küchenexperiemente eine ordentliche Experiementierfreudigkeit mitbringe.
Durch all diesen glücklichen Zufälle habe ich letzte Woche nämlich einen wirklich leckeren Sommersirup aus diesen beiden Nachbarn kreiert, den ich euch unbedingt empfehlen möchte. Wie gesagt, wenn euch die Stängel noch nicht aus den Ohren wachsen. Falls doch, vielleicht verspürt ihr ja in einigen Wochen doch sowas wie einen Rhabarber-Jeeper. Dann könnt ihr euch nämlich über das Zeuch freuen, denn kühl und dunkel gelagert, hält sich der Rhabarber-Zitronenmelisse-Sirup mehrere Monate.
Und das geht also so:

Rhabarber-Zitronenmelisse-Sirup 
(für ca 1,5-2 Liter)

einige Stängel Rhabarber 
(roter gibt eine besonders schöne Farbe)
ein Sträußchen Zitronenmelisse
 2 Liter Wasser
500 g Zucker
20 g Zitronensäure
Tuch zum Filtern
Flaschen zum Abfüllen

Das Wasser mit dem Zucker und der Zitronensäure als erstes zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit wird der Rhabarber gewaschen und in kleine Stücke geschnitten. Sobald der Zucker sich aufgelöst hat, landet der Rhabarber und die ebenfalls gewaschene und klein gezupfte Zitronenmelisse im Zuckerbad. Das Ganze lässt man einige Minuten köcheln, bis der Rhabarber sich beginnt aufzulösen. Anschließend bleibt der Topf ohne Flamme stehen, bis die Flüssigkeit abgekühlt ist, nun steht der Umzug für ca 1-2 Tage in den Kühlschrank bevor. 



Nach 1-2 Tagen Ruhe im Kühlschrank wird die Flüssigkeit durch ein sauberes Tuch gefiltert und in einem Gefäß aufgefangen. Anschließend muss das Gebräu nur noch in Flaschen abgefüllt werden und fertig ist die Laube, äh Sirup. :) Lasst es euch schmecken!



 




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