Montag, 9. März 2015

Heute im Garten. Was bisher geschah und was sich gestern getan hat.

Kollabierter Mistkäfer
Auf den gestrigen Sonntag habe ich mich seit Tagen ausgiebig gefreut und wie wir alle wissen, ist Vorfreude immer noch die schönste. So schmiedete ich Pläne bezüglich Aussaat von Tomaten, Salat und Gurken, Sonntagskuchen und Gestaltung des Gartenaußenbereiches. Es war einfach mal Zeit für einen sonnigen Sonnentag zu Hause.
Seit beinahe sechs Jahren leben wir nun hier im kleinen Häuschen am Waldrand mit der obertollen Aussicht, das meine Großeltern Ende der 50er Jahre bauten. Wir haben einen ziemlich großen Garten, der eine ziemlich große Fläche Nutzgarten beinhaltet und unseren Hühnern eine ziemlich große Wohnfläche bietet. Einige Obstbäume, wie zwei Süßkirschen, einen Apfelbaum, einen (uralten) Weinbergspfirsichbaum und einen Zwetschgenbaum finden bei uns auch ihren Platz. Außer vom Pfirsichbaum konnten wir bisher noch keine Riesenmengen Obst ernten, die anderen Bäume sind erst ein paar Jahre alt. So müssen wir uns eben noch ein bisschen gedulden und bedienen uns derweil an Himbeeren, Johannisbeeren und Jostabeeren, die sind auch sehr deliziös.
Vom eigenen Garten träumten wir schon seit langer Zeit und als wir vor sechs Jahren mit dem ersten Bewirtschaften anfingen, war klar, wir müssen noch viel lernen. Wann pflanzt man was? Was wird wann und wie und wo vorgezogen? Wie muss der Boden bearbeitet und gepflegt werden? Wie ist das mit der Gießerei? Was lässt man besser sein? Was hat einen nächsten Versuch verdient? Und woher kommen eigentlich all diese widerlichen Nacktschnecken und wer hat überhaupt unsere zarten Bohnenpflänzchen ratzeputz abgefressen? Verdammter Mist.
Enttäuschungen wegstecken, Fortschritte genießen und Erntefeste im Sommer täglich feiern. So ist das als klitzekleine, (noch...:D) saisonale Selbstverorger, wie wir es sind.
Als größte Enttäuschung vom letzten Jahr habe ich die Sache mit den Schnecken abgespeichert. Sie haben beinahe die Hälfte der Bohnen-, Zucchini- und Gurkenpflanzen weggefressen, ausgereifte Zucchini und Gurken angeknabbert, wirklich alle Kohlköpfe überfallen. Es war ein Trauerspiel und ich muss zugegeben, dass ich kurz vorm Nervenzusammenbruch Bierfallen aufgestellt habe. Da diese aber nur eine lächerliche Umbringquote zeigten, mussten zusätzlich zwei Laufenten bei uns einziehen. Leider, leider, leider sind die Beiden nicht mehr bei uns. RIP. Wie das passierte, kann ich euch erst erzählen, wenn das Kind ein paar Jährchen älter ist. Aus Gründen.
Für dieses Jahr ist jedenfalls der Plan, zarte Pflänzchen im erhobenem Hochbeet-Wohnort vor den Nacktschnecken zu schützen. Ich bin gespannt, ob sie die raue und kratzige Holzoberfläche meiden, oder ob sie sich was einfallen gelassen haben. Vielleicht einen Lederbauch oder so.



Der Gatte (toller Typ!) hat ein Hochbeet neulich selbst gebaut. Ich finde, es sieht sehr kompetent aus und freue mich auf unser erstes gemeinsames Jahr. Auf dem Bild fehlt allerdings noch die Glasdeckelplatte, die man bei Bedarf auf und zu klappen kann. Oh, das wird fein. Und weil ich gerade voll verschossen in Hochbeete bin, kommen in den nächsten Wochen noch zwei dazu. #IhrSchneckenkönntmichmal

Was bisher geschah (Februar 2015)


 ...den restlichen zerknabberten Rosenkohl ausgerupft und zum Kompost befördert.
Fazit: Rosenkohl wird in unserem Garten entweder von Hirschen oder von kleinen Krabbelviechern verschnabuliert. Nur von uns nicht. Dieses Anbau-Handtuch schmeißen wir nun endgültig.


 ... der Rosenkohl liegt nur als Deko im Erntesieb, diese wenigen Röschen waren die Ausbeute von ca 20 Pflanzen und zudem, ja, ihr habt es sicherlich schon erraten, völlig durchgefressen. Dafür hatte der Gatte dank Miniwirsing noch ein leckeres Mahl und den Wiesenschnittlauch habe ich eingefroren. Diese Delikatesse wächst nur von Januar bis März und so versuche ich fürs ganze Jahr ausreichend Vorrat zu sammeln.


...dem Mistkäfer "Lebe wohl" gesagt. Er hat es geschafft.

Was bisher geschah (März 2015)


...mich am Sonntagmorgen im Sonnenschein über die Schneeglöckchen und Krokusse/ Kroküsse gefreut.


...mit dem Kind Namensschilder für die Vorzucht gebastelt. Ich freue mich gerade sehr über unser Zusammensein und Zusammengewerkel. Das ist echt schön und macht uns beiden viel Spaß.


 ...Tomaten, Kopfsalat und Gurken ins Eierkartonbettchen gebettet und gebetet, dass sie sich in Kürze in grüner Pracht zeigen werden.


 ...der großartige Tag verabschiedet sich mit einem bezaubernden Abendrot und ich bin froh, dass wir hier an diesem Ort endlich im Frühling angekommen sind.









Kommentare:

  1. Hallo Marina,
    dein schöner Artikel macht Lust auf SOFORTIGES Gärtnern! Am liebsten würde ich auch noch ein paar Hochbeete anlegen (bzw. vom Mann anlegen lassen ;-) ), aber unser Mini-Stadtgarten gibt das nicht her. Aber: immerhin haben wir eins. Und ich muss leider sagen, dass uns - sehr zu meiner größten Empörung - die Schnecken auch im Hochbeet die besonders zarten Plänzchen ratzeputz weggefressen haben. Und ich hatte mich so auf immer frischen Koriander gefreut. Ich weiß noch nicht genau was wir machen, aber eine Lösung muss her.
    Alos, cave auch bei Hochbeeten!

    Gruß Diana

    PS. Bei den Kommentaren kann man sich nur mit Google anmelden, "Profil auswählen" funktioniert nicht.

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  2. Ach so, und deshalb taucht auch mein Profil hier nicht auf :-( Versuches es nochmal anders

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